RENA Schiffsunglück in Neuseeland
Aus Soenke Dwenger
- Zur größeren Ansicht bitte auf die Fotos klicken.
Gestrandete Container in Waihi
- Anmerkungen zum Thema gern an: soenke@dwenger-online.de
Kommentare
Markus R. T. aus Schleswig-Holstein, 15.1.2012:
Die Container wirken wie kubistische Fremdkörper, überdimensionierte Riesenlegosteine, die die Götter nach dem Spielen achtlos haben liegen lassen. Geradezu grotesk mutet der unbeholfene Versuch mit dem roten Flatterband an, der unbedingte Wille des Menschen, Ordnung ins Chaos zu bringen und Regeln zu formulieren, nach denen gelebt und gehandelt werden muss. Eine neue Regel: Vor dem Betreten der Lokalität Schuhe vom Öl säubern.
So genau ist nicht zu erkennen, was in dem aufgerissenen Container verstaut war. Worum immer es sich handelt: für den Strand war's sicher nicht bestimmt. In Deutschland würde irgendjemand eine Anzeige bei der Polizei aufgeben, wegen zweckwidriger Verwendung von Damenperlonstrümpfen und sittenwidriger Müllbeseitigung. Vom Falschparken erst gar nicht zu reden...
Vor einigen Jahren wurden im Dithmarscher Watt mal ein paar Skulpturen aufgestellt, im Rahmen des Kunstgriffs, wenn ich mich recht entsinne. Jetzt haben einige Störungen im Ablauf zivilisatorischer Prozesse dafür gesorgt, dass im Sand der neuseeländischen Küste ein paar Hinterlassenschaften der sonst vor der Masse der Menschen verborgenen Transporte von meist überflüssigen Konsumgütern zur öffentlichen Ausstellung kommen. Zumindest die Behältnisse, die Güter sind nach wie vor gut versteckt. Diese aufgerissene Ecke des Containers sieht aus, als ob ein neugieriges Kind mal eben verbotenerweise in den Karton seines Weihnachtsgeschenks gelugt hat.
